Was ist der "Crop-Factor"? - mein Fototagebuch - Fotoblog und Wissenswertes zur Fotografie

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Was ist der "Crop-Factor"?

Was ist der "Crop"-Factor

Einfache Frage - oder?
Jetzt wo ich darüber schreiben soll, ist die Erklärung gar nicht mehr so einfach.

Der Crop-Factor sagt aus, um wieviel (oder auch umgekehrt kleiner) ein Sensor, im Verhältnis zum Vollformat (24mm x 36mm) ein Bild beschneidet. "To crop" = Schneiden. Weil der Sensor kleiner als Vollformat ist, wird ein Teil des erfassten Bildes  beschnitten (gecropped), was den Eindruck vermittelt, dass es zu einer Vergrößerung kommt. Da die Pixelzahl häufig gleich groß wie bei Vollformat ist, nimmt man die Beschneidung nicht wahr.

Wenn ein Sensor der APS-C Größe mit einem Sensor im Vollvormat verglichen wird, so wird ein ungefährer Wert von 1,5 bis 1,6 Cropfactor (herstellerabhängig) angenommmen.

Seitenlänge APS-C is 22,2 mm X(mal) 1,6 = 35,52 (gerundet 36,00)

Der Crop-Factor gibt somit Auskunft darüber, mit welcher Vergrößerung auf einem kleineren Sensor, im Verhältnis zum Vollformat, zu rechnen ist.
Das heißt also: Ein Objektiv mit einer effektiven Brennweite von 100 mm wird an einem APS-C Sensor betrieben und bewirkt an dem Sensor eine Vergrößerung mit einem Faktor 1,6. Die Nutzbare Brennweite ändert sich an einem APS-C Sensor somit auf 160 mm.
Daraus ergibt sich, dass Objektive für kleinere Sensoren dementsprechend verkleinert werden können, was sich dann im Preis und im Gewicht der Objektive niederschlägt.
Kleinere Sensoren leiden aber an der Fähigkeit, höhere ISO-Werte rauschfrei darzustellen.
Auch die Fähigkeit zur Freistellung von Objekten gelingt mit kleineren Sensoren nur bei extrem lichtstarken Objektiven, die dann wieder teurer sind.


Man kann sehr gut erkennen, wie der Crop-Faktor (bei Sony 1,5) bei gleicher nomineller Brennweite von 105 näher am Objekt ist, obwohl Abstand vom Motiv ident ist.
Hier ist sehr gut erkennbar, dass 105mm an einer Vollformat-Kamera doch wesentlich mehr Umgebung erfasst.
Um den gleichen Ausschnitt wie bei einer APS-C-Kamera zu erhalten, müsste man näher an das Motiv rücken oder ein Objektiv mit einer entsprechend höheren Brennweite verwenden.

Näher an das Motiv zu rücken ist häufig möglich.
Bei der Tierfotografie ist das aber meist ein großer Nachteil, da man oft in die Fluchtdistanz der Tiere gerät.
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