Tipps zur Fotografie - mein Fototagebuch - Fotoblog und Wissenswertes zur Fotografie

Direkt zum Seiteninhalt

Tipps zur Fotografie



Basics in der Fotografie

Einige allgemeingültige Dinge, die man beherzigen sollte:
  1. Die Sonne lacht, nimm Blende acht!
    Diese Regel kommt daher, da viele Belichtungsprogramme bei kleineren Blendenwerten die Farben nicht richtig darstellten. Bei den heutigen Hochleistungskameras mag dieser Umstand nicht mehr stimmen.
  2. Bewegung mit offender Blende fotografieren (oder die ISO-Zahl raufdrehen)
    Hintergrund dafür ist, dass bei Bewegung eine möglichst kurze Belichtungszeit eingestellt werden sollte, um die Bewegung "einzufrieren", denn je kürzer die Belichtungszeit, desto weniger Bewegungsunschärfe gibt es.
    Als Alternative und für Fortgeschrittene gibt es die Möglichkeit bei nicht ganz so kurzer Belichtungszeit die Kamera "mitzuziehen". Das heißt, man verfolgt mit dem Objektiv das zu fotografierende Objekt. Der Effekt ist sehr interessant: Das Objekt erscheint scharf und der Hintergrund wird verwischt.
    Hier gilt besonders: Übung macht den Meister.
  3. Offene Blende (kleiner Blendenwert) ergibt kurze Verschlusszeiten und geringe Schärfentiefe.
  4. Geschlossene Blende (großer Blendenwert) ergibt lange Verschlusszeiten und große Schärfentiefe. Aber Achtung, möglicherweise benötigst du ein Stativ zum Fotografieren.
  5. Nutze die goldene Stunde. Das ist zum einen eine Stunde nach Sonnenaufgang bzw. eine Stunde vor Sonnenuntergang.
    Die Strahlen des Lichts müssen durch die tiefstehende Sonne einen längeren Weg in der Athmosphäre zurücklegen. Dadurch wird das langwellige Rotlicht intensiviert, so dass alles in ein angenehmes, goldenes Licht getaucht wird.
  6. Fotografieren braucht auch eine Mittagspause.
    Denn zu Mittag überwiegt das blauwellige Licht und die Bilder werden farblich nicht gut.
  7. Vergiss nicht die blaue Stunde.
    Eine Stunde vor Sonnenaufgang und eine Stunde nach Sonnenuntergang ist die sogenannte blaue Stunde. Hier gelingen Aufnahmen mit einem besonderen Reiz. Probiere es aus und entscheide selber, ob dir der Effekt gefällt.
  8. Vorsicht mit dem Blitz
    Vorsicht beim direkten Blitz. Sonst wird das Gesicht überbelichtet und der Rest versinkt im Schwarz. Ich persönlich verwende so gut wie nie einen Blitz und kann dadurch keine Ratschläge geben.
  9. Achtung vor zu hoher ISO-Zahl
    Die ISO ist ein geeignetes Mittel, um auch bei geringem Licht noch ein Foto mit geeigneter Verschlusszeit machen zu können.
    Aber Vorsicht, nicht alle Kamereas vertragen problemlos eine hohe ISO-Zahl. Bei einfacheren Kameras soll über 800 oder 1600 nicht fotografiert werden.
    Teure Kameras für gehobene Ansprüche vertragen hier Werte bis ISO 6400 relativ gut.
Allgemein gelten folgende Regeln für ein gutes Foto:
  • Gerade Bilder - Die Grundlinie des Bildes sollte nach Möglichkeit absolut waagerecht sein. Bilder die nicht horizontal korrekt ausgerichtet sind, sollen korriegiert werden. Software dafür gibt es meist kostenfrei.
  • Korrekte Belichtung - Ein Grunderfordernis.
  • Korrekte Schärfe - ein muss. Je weiter ein Objekt vom Kameraobjektiv entfernt ist, desto leichter ist eine korrekte Schärfeermittlung. Schwierig wird es bei Portrait-Aufnahmen und bei Blumen- und Makro-Aufnahmen.
  • Landschaftsbilder - sollten einen Vordergrund, einen Mittelteil und einen Hintergrund haben, damit sie wirklich gut erscheinen.
    Achtung: Weiter entfernte Teile neigen zum Ausfressen (das heißt, sie werden in den entfertnen Teilen immer heller, bis keine Information auf dem Bild landet)
    Bei Schönwetter viel Himmel,
    bei weniger schönem Wetter wenig Himmmel ablichten.
  • Portraits - nach Möglichkeit mit einer kleinen Blende (= große Blendenöffnung = niedriger Blendenwert - also z. B.: Blende 2,8 bis 3,5) mit einem leichten Telefaktor (APSC 50mm, Vollformat 70-80 mm) aufnehmen.
    Die Schärfeeinstellung sollte IMMER auf dem nächstliegenden Auge liegen.
    Bitte achten, dass keine Köpfe angeschnitten sind.
  • Makro-Fotografie: Es wird unterschieden zwischen CLOSE-UP (also ziemlich nahe) und MAKRO (extrem nahe)
    Ich persönlich mache so gut wie keine Makro-Aufnahme, daher halte ich mich hier mit Ratschlägen zurück.
  • Reisefotografie: Ich empfehle, mit zwei Kameras unterwegs zu sein, denn es gibt nichts schlimmeres, als das z.B. bei einer China-Reise eine Kamera kaputt wird oder gestohlen wird.
    Ich selber halte mich leider zu selten an diesen Rat und vertraue weiterhin auf mein Glück.
    Als Objektiv empfehle ich Zooms mit Brennweiten ab 18mm bis 135mm. Persönlich verlasse ich mich auf mein SONY 18-105mm mit dem ich bisher sehr gut gefahren bin.
  • Hochzeitsfotografie und Eventfotografie im Allgemeinen: Hier gilt es nach Möglichkeit mindestens zwei Kameras mitzunehmen, die jeweils mit einem unterschiedlichen Objektiv versehen sind.
    Also ein äußerst lichtstarkes Objektiv für Innenaufnahmen ohne Blitz, sowie ein Zoomobjektiv im mittleren Telebereich z.B. 70-200 mm.
  • Bildaufbau: Achte auf den goldenen Schnitt.

Und die wichtigste Regel:
Vergiss die ganzen Regeln, geh hinaus, mache Fotos und schließe dich einer Foto-Community (gern auch Fotoclub) an. Deine Bilder werden automatisch Schritt für Schritt besser.

Bildbearbeitung
Die beiden folgenden Beispiele sollen zeigen, dass die Bildnachbearbeitung zu einem wichtigen Teil der Fotografie geworden ist.
Mit geeigneter Software ist es möglich, das Foto so zu gestalten, wie man es vor sich gesehen hat, als man durch den Sucher schaute.
Das menschliche Auge ist ein Präzisionsinstrument mit eigener Bildverarbeitung im Gehirn. Die Technik ist meiner Meinung nicht in der Lage, Ablichtungen so zu gestalten, wie es das Auge gemeinsam mit dem Gehirn darzustellen vermag.

Mit entsprechender Bildbearbeitung werden stürzende Linien beseitigt, das Bild begradigt und letzte Belichtungskorrekturen vorgenommen.
Zurück zum Seiteninhalt