Gr. Priel - Bergwanderung (Bergdrama am Gr.Priel) - 2011-09-24 - mein Fototagebuch - Fotoblog und Wissenswertes zur Fotografie

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Gr. Priel - Bergwanderung (Bergdrama am Gr.Priel) - 2011-09-24

2011-09-24 Wanderung auf den Großen Priel (oder: "Bergdrama am Großen Priel")


Die beiden Freunde Rudi P. und Markus SCH. machten sich schon früh am Morgen auf die Anreise auf den großen Priel.
Schon seit langem hatten Sie den Wunsch, den Großen Priel zu bezwingen.
Aufstehen 05:00 - Abfahrt 06:00 - Ankunft in Hinterstoder 07:30

Zuerst hatten sie sich beim Zuwandern zum Einstieg ein wenig vergangen. Das machte ihnen aber beiden nichts aus und frohen Mutes und flotten Schrittes ging es mit lockenren Sprüchen zur Einstiegsstelle, vorbei an Schiederweier und Polsterlucken.

Dann ging es innerhalb kürzester Zeit steil bergan auf gerölligem, teils feuchten Fels, manchmal im Wald, manchmal im Freien hinauf zum PSH (Priel-Schutz-Haus). Als Rudi P. sich dachte: "Wie weit soll es denn noch gehen, ich kann kaum mehr", stand das PSH plötzlich vor ihnen.

Hier eine kleine Stärkung (Zwetschkenstrudel und Cola für Markus SCH. und Cola, Kafee und Schaumschnitte für Rudi P.)


Nach kaum 15 Min. ging es weiter und Rudi P. der vorher Sehnenschmerzen in der linken Kniebeuge hatte, hatte plötzlich keine Probleme mehr und so kamen die beiden Freunde rasch Höhenmeter um Höhenmeter hinauf. War der Anstieg zum PSH steil, so ging es jetzt noch viel steiler bergan. Von einer Geröllhalde zur nächsten. Von einer Felsformation zur nächsten. Immer wieder wurde ein Blick zurück gewagt und man sah das PSH kaum mehr und das Gipfelkreuz schien zum Angreifen nahe. Die beiden (Rudi und Markus) waren von den bereits wieder herabkommenden Bergfexen von echten Wanderern kaum zu unterscheiden.


Doch dann die niederschmetternde Wahrheit, die sie von einem heruntereilenden Bergkameraden erhielten: "Ja, jetzt habt ihr ungefähr die Hälft der Strecke hinter euch, gehts einfach langsam weiter, denn bei der Brotfallscharte wird es dann schwierig, wenn man keine Kondition mehr hat.

Markus, der schon vorher kurz ans Aufgeben dachte, sich aber auf wundersame Weise wieder voll regeneriert hatte und Rudi konnte so leicht nichts erschüttern, und unbeirrt gingen sie weiter bis zur Brotfallscharte (2380 HM). Zu diesem Zeitpunkt schien der Große Priel noch erreichbar. Doch die Zeit war fortgeschritten und man hätte noch ca. 1:20 bis zum Gipfel gebraucht.  Außerdem hatten die beiden jetzt bereits 1.800 HM in den Beinen und so schien es den beiden das Beste, auf den nahen Gipfelsieg zu verzichten und den Abstieg zu beginnen.

Dass diese Entscheidung mehr als weise war, würde sich im Laufe der weiteren Wanderung noch herausstellen.


Doch der Reihe nach.

Abstieg zum PSH. Hier war alles noch im grünen Bereich. Natürlich taten ihnen die Beine etwas weh, aber das war zu verkraften. Am PSH noch eine kleine Stärkung und weiter ging es hinunter zur Polsterlucken. So hätte es sein sollen, aber die grausame Wirklichkeit sah anders aus. Rudi und Markus traten einen schmerzhaften Abstieg an und alle (wirklich alle) hatten die beiden überholt. So jung oder so alt konnten die Wanderer gar nicht sein, dass sie Rudi und Markus nicht überholt hätten. Das hielt Rudi aber nicht davon ab, sich mit den Wandersleuten ein paar Scherze zu leisten:

"Du Markus - hast du das mitbekommen, dass Sie das Priel Schutz Haus jetzt geschlossen haben, weil schon so viele Leute oben sind" sagte er zu Markus halblaut, sodass zwei Mädchen das gerade noch hören konnten. Er bemerkte mit einer gewissen Schadensfreude, dass die beiden Mädchen etwas nervös zu schnattern begannen.

Einmal fragte er eine heraufkommende Frau, was denn alle Leute so in die Berge triebe und er bemühte das Zitat seiner Arbeitskollegin: "Wenn man oben am Berg ist und dann sieht man hinunter in das Tal und da unten ist es so schön, da könne man doch gleich unten bleiben, wo es so schön ist.

Rudi und Markus hatten aber Probleme. Große Probleme. Beide konnten nur mühsam Schritt um Schritt setzen. Markus wegen der Knie, Rudi, weil er immer wieder leichte Krämpfe in den Füßen und Beinen hatte.



Irgendwie wurde der Abstieg aber doch bewältigt und es ging weiter zur Polsterstubn, wo noch eine kleine Durstrast eingelegt wurde, bevor es wieder zurück zum Parkplatz ging.

Wir fassen zusammen:
Der Aufstieg begann um 08:30, zum Parkplatz kamen die beiden um 19:10. Das heißt, dass die reine Wanderzeit ca. 09:30 betrug.
Höhenmeter Ca. 1.840

Und hier noch ein paar Bilder:
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